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Ein interessanter Einsatz von KI in der Materialwissenschaft
Während jeder zu verstehen versucht, wie künstliche Intelligenz in verschiedenen Bereichen genutzt werden kann, hat das französische Startup-Unternehmen Osium AI eine interessante Anwendung für KI gefunden: Forschung und Entwicklung im Bereich der Materialwissenschaft.
Die Gründer und die Finanzierung des Startups
Das von Sarah Najmark und Luisa Bouneder gegründete Startup konnte in einer Anschubfinanzierungsrunde 2,6 Millionen US-Dollar von Y Combinator, Singular, Kima Ventures, Collaborative Fund, Raise Phiture und mehreren Business Angels aufbringen.
Ein Bedarf an Automatisierung bei der Materialentwicklung
Sarah Najmark erklärte, dass sie während ihres Universitätsstudiums Materialforschung betrieben hatte, insbesondere in der Kosmetikbranche. Damals hatte sie festgestellt, dass die Methoden der Materialentwicklung noch sehr manuell waren, mit viel Versuch und Irrtum und vielen Methoden, die hauptsächlich auf Intuition beruhten.
Nach ihrem Abschluss ging sie zu Google X, der Abteilung für futuristische Projekte des großen Technologieunternehmens, und arbeitete drei Jahre lang an Robotik und fortschrittlichen Technologien. Außerdem war sie Mitautorin einiger Patente.
Ein KI-basierter Ansatz zur Optimierung des Materialentwicklungsprozesses
Auch die Mitbegründerin von Osium AI, Luisa Bouneder, stellte fest, dass es viele Versuche und Fehler gab, die den Prozess der Materialentwicklung verlangsamten. Gemeinsam erkannten sie, dass es neue Herausforderungen im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit und der Entwicklung neuer Materialien gab.
Osium AI arbeitet daher daran, die Rückkopplungsschleife zwischen der Formulierung und der Prüfung von Materialien mithilfe eines datenbasierten Ansatzes zu optimieren. Mithilfe der proprietären Technologie des Startups können Industrieunternehmen die physikalischen Eigenschaften neuer Materialien anhand einer Liste von Kriterien vorhersagen. Anschließend kann Osium AI auch bei der Verfeinerung und Optimierung dieser neuen Materialien helfen und dabei die üblichen Fehler vermeiden, die durch Versuch und Irrtum entstehen.
Vielversprechende erste Verträge
Mehrere Industrieunternehmen testen bereits die Lösung von Osium AI und sehen ihr Potenzial. Sarah Najmark sagt: "Unsere Nutzer haben festgestellt, dass sie mit unserer Lösung sowohl die Entwicklung als auch die Analyse von Materialien um den Faktor 10 beschleunigen können. Schon zu Beginn unserer Tests haben wir also festgestellt, dass wir einen Wert schaffen".
Expansion für Osium AI geplant
Osium AI befindet sich noch in den Kinderschuhen. Mit nur zwei Personen, die für das Unternehmen arbeiten, den beiden Mitbegründerinnen, wird das Startup sein Team bald verstärken und die ersten Verträge in echte Geschäfte umwandeln. Das Unternehmen befindet sich bereits in Gesprächen mit 30 Industrieunternehmen, die potenzielle Kunden werden könnten.